Transparenz: Wir sind Kundinnen und Kunden von Thalpos und bezahlen die Betreuung unserer Mutter regulär selbst. Für diesen Beitrag gab es keine Vergütung, keinen Rabatt, keine Vermittlungsprämie, kein Geschenk und keine andere Gegenleistung. Wir suchten Betreuung für unsere Mutter, nicht Material für einen Artikel. Erst nachdem wir eigene Erfahrungen gesammelt und die Betreuung bezahlt hatten, entschieden wir uns, darüber zu schreiben. Es ist ein unabhängiger, selbst bezahlter Erfahrungsbericht nach dem Prinzip: erst erleben und bezahlen, dann darüber schreiben. Wir waren keine angekündigte Testfamilie und haben keinen Anbieter systematisch verglichen.

Was der Pflegegrad für uns bedeutete

Als unsere Mutter einen Pflegegrad erhielt, begann für uns die nächste Frage: Welche Unterstützung passt zu ihrem Alltag und lässt sich zu Hause gut organisieren? Der Bescheid eröffnete Zugang zu bestimmten Leistungen. Er bestimmte aber keine Betreuungsform und bestellte keine Betreuungskraft. Diese Entscheidung mussten wir als Familie selbst treffen.

Im allgemeinen Verfahren stellt man den Antrag bei der Pflegekasse. Danach wird die Selbstständigkeit in mehreren Lebensbereichen begutachtet. Eine Diagnose allein entscheidet nicht über den Pflegegrad. Für die Begutachtung zählen unter anderem Mobilität, Selbstversorgung, der Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen und die Gestaltung des Alltags. Die Pflegekasse schickt anschließend den Bescheid. Das ist der sachliche Ablauf. Was er für eine Familie bedeutet, hängt davon ab, was im Alltag gebraucht wird.

Über private Gesundheitsdetails und die genaue Einstufung unserer Mutter schreibe ich hier nicht. Für unsere Entscheidung war wichtiger, wie wir Unterstützung finden und worauf wir bei der Betreuung achten wollten.

Warum wir nach Betreuung zu Hause suchten

Wir prüften, welche Hilfe in der vertrauten Umgebung möglich wäre. Eine Betreuungskraft, die im Haushalt lebt, war eine Option, die wir näher ansehen wollten. Das bedeutete für uns nicht, dass damit jede Aufgabe erledigt oder jede andere Unterstützung unnötig würde. Es ging um eine konkrete Frage: Können wir eine Person finden, mit der unsere Mutter und die Familie sich wohlfühlen?

Der Ausdruck „24-Stunden-Betreuung“ kann dabei leicht das falsche Bild erzeugen. Er beschreibt eine Betreuungsform im häuslichen Umfeld. Er bedeutet nicht, dass eine einzelne Betreuungskraft rund um die Uhr arbeitet oder jederzeit verfügbar ist. Arbeitszeit, Bereitschaft, Pausen, Nachtruhe, freie Zeiten und Vertretung gehören klar besprochen. Betreuung im Alltag ist außerdem nicht automatisch medizinische Behandlungspflege. Welche Aufgaben eine Person übernehmen darf, hängt von Qualifikation, Vertrag und den konkreten Umständen ab.

Was wir mit Thalpos erlebt haben

Wir wohnen außerhalb des hauptsächlichen Einzugsgebiets von Thalpos Pflegevermittlung. Trotzdem kam Inhaber Sebastian Schugar persönlich zu uns. Er nahm sich Zeit für ein langes Gespräch mit der Familie und sprach auch mit unserer Mutter.

Meine Mutter fand ihn sympathisch. Sie sagte, dass er sich wirklich Zeit für sie genommen habe, um sie kennenzulernen und zu verstehen. Für sie war das etwas anderes, als wenn jemand nur einen Bedarf auf einem Formular abhakt. Dass sie sich in dem Gespräch als Person gesehen fühlte, war für uns ein wichtiger Teil der Entscheidung.

Auch das Team haben wir als sachkundig erlebt. Wenn bei uns Fragen auftauchten, empfanden wir die Rückmeldungen als schnell und ansprechbar. Das sind unsere Erfahrungen mit den Menschen, mit denen wir zu tun hatten. Sie sind keine unabhängige Prüfung sämtlicher Verträge oder möglicher Betreuungsverläufe.

Wir empfehlen Thalpos, weil unsere Mutter sich im Gespräch ernst genommen fühlte und wir die Zusammenarbeit als fachkundig und verlässlich erlebt haben. Diese Empfehlung ist persönlich. Andere Familien sollten ihre eigene Situation, die Betreuungskraft und die Vertragsbedingungen selbst prüfen.

Welche Pflegeleistungen 2026 dazu gehören

Ein Pflegegrad eröffnet Ansprüche, aber die Beträge sind an unterschiedliche Bedingungen geknüpft. Die folgende Übersicht zeigt die monatlichen Pflegegeld- und Sachleistungsbeträge für 2026. Sie ist keine Berechnung der Kosten unserer Familie.

Pflegegrad Pflegegeld / Monat Pflegesachleistungen bis / Monat
1 – *
2 347 € 796 €
3 599 € 1.497 €
4 800 € 1.859 €
5 990 € 2.299 €

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, „Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2026“, Stand 11. Dezember 2025. Bei Pflegegrad 1 können unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen aus dem Entlastungsbetrag für passende Angebote eingesetzt werden.

Das Pflegegeld ist eine Geldleistung für die pflegebedürftige Person. Pflegesachleistungen sind an die gesetzlichen Voraussetzungen und geeignete Leistungserbringer gebunden. Zusätzlich gibt es einen Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat. Der gemeinsame Jahresbetrag von bis zu 3.539 Euro steht Menschen ab Pflegegrad 2 für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zur Verfügung. Diese Beträge sind keine pauschale Finanzierung für jede Rechnung einer im Haushalt lebenden Betreuungskraft. Ob eine konkrete Leistung erstattungsfähig ist, sollte die Familie mit ihrer Pflegekasse oder einer unabhängigen Pflegeberatung klären.

Wir bezahlen die Betreuung unserer Mutter selbst. Den Betrag aus unserem Vertrag übertrage ich nicht auf andere Familien: Kosten und Leistungen hängen vom konkreten Angebot und der Vereinbarung ab. Vor einer Entscheidung würden wir schriftlich klären, wer Vertragspartner und Arbeitgeber ist, welche Aufgaben dazugehören, wie Arbeits- und Ruhezeiten geregelt sind, wer nachts erreichbar ist, wie Vertretung funktioniert und welche Fahrt- oder Zusatzkosten anfallen.

Sorgearbeit, Beruf und Alltag

Pflege zu organisieren ist Teil des Alltags und berührt auch die Frage, wie Erwerbsarbeit und unbezahlte Sorgearbeit nebeneinander stehen. In Teilzeit in Deutschland schreibe ich darüber, was eine Arbeitszeitstatistik sichtbar macht und was sie offenlässt. Über den Übergang zwischen Arbeit und Zuhause handelt Wenn der Arbeitstag endet. Und Beruflich zurückkehren beschreibt andere Fragen, die nach einer beruflichen Pause entstehen können. Diese Texte sind keine Pflegeberatung. Sie gehören zu den angrenzenden Themen, mit denen sich dieses Journal beschäftigt.

Auch die Umgebung, in der Menschen leben, gehört zum Alltag. In Frauenland und Keesburg beschreibe ich den Stadtteil, in dem ich lebe. Ein Weg durch Keesburg erzählt von den Wegen nach Hause. Und Wem gehört der Schatten? fragt, wie gut öffentliche Wege im Sommer nutzbar sind. Das sind keine Hinweise zur Auswahl eines Betreuungsdienstes, sondern weitere Blickwinkel auf Zuhause und den Alltag darum herum.

Für unsere Familie war entscheidend, dass unsere Mutter sich im Gespräch ernst genommen fühlte und dass wir mit dem Team gut sprechen konnten. Wir haben den Weg selbst bezahlt und erst danach über unsere Erfahrung geschrieben. So fällt unsere Empfehlung aus. Sie gilt für das, was wir erlebt haben, und soll anderen Familien einen persönlichen Anhaltspunkt geben, keine Entscheidung abnehmen.