Ich arbeite an Personal- und Organisationsthemen. Konkret heißt das: Ich begleite Veränderungen in Betrieben, in denen die Belegschaft älter wird, in denen Abteilungen zusammengelegt werden oder in denen seit Jahren niemand mehr gefragt hat, wie die Arbeit eigentlich gemacht wird. Das ist selten spektakulär. Es besteht zu einem großen Teil aus Zuhören, aus Nachfragen und aus dem Versuch, eine Entscheidung so zu erklären, dass sie nicht als Zufall erscheint.
Nach zwanzig Jahren in diesem Feld weiß ich zwei Dinge sicher. Erstens: Die meisten Konflikte, die als Personalproblem ankommen, sind Organisationsprobleme. Zweitens: Die Leute, die am lautesten nach Veränderung rufen, sind nicht immer die, die sie am Ende mittragen müssen.
Ein Teil meines Berufslebens war ein Umweg über eine Führungsrolle, die ich gesucht habe und die mich überfordert hat. Ich habe sie nach drei Jahren wieder abgegeben und darüber lange geschwiegen, weil ein Rückzug in meiner Branche gern als Scheitern gelesen wird. In Was mein Berufsweg über mich erzählt steht, was passiert ist. Heute arbeite ich 28 Stunden an vier Tagen. Das ist keine weltanschauliche Entscheidung, sondern das Ergebnis von zwei Jahren Ausprobieren.
Wie ich hier schreibe
Dieses Journal ist kein Ratgeber und keine Bewerbung. Ich schreibe auf, was ich beobachte, und ich lasse Fragen offen, wenn ich sie nicht beantworten kann. Über Arbeit schreibe ich ohne Erfolgsgeschichten, weil ich keine anzubieten habe. Über St. Alfons schreibe ich als Anwohnerin, nicht für die Pfarrei. Die Gemeinde weiß von dieser Seite nichts, und sie hat mit ihr nichts zu tun.
Wenn du mir schreiben willst: christine@karriere-st-alfons.de. Ich lese alles, ich antworte nur manchmal, und ich brauche dafür gelegentlich ein paar Tage.
